Freitag, 4. Juni 2010

Einfach nur ein ganz "normaler" Tag ★*•٠






★*•٠ Einfach nur ein ganz „normaler“ Tag … ★*•٠

6.30am      Der Wecker klingelt, raus aus meinem King Size Bed, Vorhang auf, ab ins Bad.

 
7.00am „Good Morning Lilli“ , brrrrum brrrum und los geht’s zur Bagel Factory, einen frischen Cafe Latte to go und einen Pumpernikel Bagel und mit Bob Marley tunes geht’s Richtung Schule direkt am Meer entlang …. sogar der Weg zur Schule ist ein Stückchen Urlaubsfeeling.

 
7.30am      Ankunft an der Camps Bay Primary, am Hang von Camps Bay mit Ausblick auf das Meer, hinter einem der Tafelberg, rechts der Lions Head und links die 12 Apostel...na da macht das Unterrichten doch gleich viel mehr Spass...wer hat schon Blick aufs Meer :-)

Camps Bay Primary: Eine öffentliche Schule, von der 1. - 7. Klasse. Klassen bis zu 30 Schülern, überwiegend Weise, aber pro Klasse 2-5 Schwarze oder Coloureds. Oft zahlen die reicheren Familien den Kids vom Township das Schulgeld, weil die Mamas Hausangestellte sind. Hier ist jede Schule kostenpflichtig, es herrscht Uniformpflicht und Bücher müssen selber gekauft werden.


7.45am      Jeden Morgen 15 minütiges Meeting im Lehrerzimmer mit kompletter Mannschaft und dem Chef. Es wird der Tagesablauf besprochen, die TO DO Liste abgehagt und unser Chef DANKT uns jeden Morgen für unser Kommen und Engagement. WOW, das nenne ich mal Wertschätzung unserer Arbeit und die kurzen 15 Minuten wirken sich auf das komplette Miteinander aus.

 
8.00am        Los geht’s! LINE UP! Alle Schüler stehen in Reih und Glied vor dem Klassenzimmer, es wird die Schuluniform gecheckt, die Haare und Fingernägel kontrolliert und ab ins Klassenzimmer. Sorry boys, no hair longer than your ears :-)

 
10.00am     First break, nach 4 halbstündigen Unterrichtseinheiten

 
10.30am     Weiter geht’s mit Kreide, Büchern und verschiedenen Aufgaben. Die Türen stehen auch hier offen beim Unterrichten und es wird da und dort mal ein Witzchen gerissen; nicht viel anders als bei uns.

12.30am    Second Break, Tux-Shop Time. Eltern verkaufen, Sandwiche, Hot Dogs, Kekse, Muffins, heisse Schocki und natürlich Biltong :-)

1.00pm     Die dritte Unterrichtseinheit von 4 Stunden steht an.

 
2.20pm     School is out! Entweder man ist nun in Football oder Netball involviert oder man hat Aftercare, Homeworkclass oder einfach nur frei.

 
Mein Tag ist aber auch noch lange nicht zu Ende...auf geht’s Lilli. Mit einem verschmitzen Lächeln steht mein kleiner Italiener Antonio am Gate , danach mein Sommersprossenübersähter Jason, dann meine träumende Dacota Scott und zu letzt Laxola mein 21jähriger Dauersitzenbleiber.

Verena die „fliegende Lehrerin“ …. na oder eher Verena die „rasende Lehrerin“ im purple beetle!

FEIERABEND – und die sind die Schönsten! Entweder ein kühles Hunters Dry am Strand, Sonnenuntergang schauen, oder einen Abstecher im Ashanti machen oder ein Dinner Date, ne Comedy Night, Open Mic, manchmal auch im Ausgang (würd meine Schweizer Sissi nun sagen) oder einfach nur HEIM zu meiner Syndey Street Eleven Family, dort Kochen, DVD'S schauen oder einfach nur ins Bett fallen und noch ein bisschen Facebooken...

Good night Cape Town, good night my dream!

...und zufrieden schlafe ich ein, weil ich weiss ich wache morgen früh wieder auf und bin immernoch in Kapstadt ★*•٠


Pausenhof
Lions Head


Lehrerzimmer


Und noch ein Tag, der es so lohnenswert macht sich morgens aus dem Bett zu quälen....

Die folgenden Bilder sind entstanden, als mich eine Kollegin gefragt hat ob ich Lust hätte behinderten Kindern in einer ärmeren Schule, im Gangstergebiet Hannover Park/ Cape Town, German Football Songs beizubringen. Na sowas lass ich mich doch nicht zweimal fragen. Danke Andy für deine Hilfe!!!
Ein Tag der im Herzen bleibt, berührende Momente mit Kindern, die hier einfach duch den Sieb fallen, weil „behindert“ gibt hier einfach nicht, oder sagen wir besser so, es gibt einfach keine Gelder und Mittel.


Kinder, die dich mit einem Lächeln anstrahlen, mir durch mein „goldenes“ Haar streicheln, dich mit großen erwartungsvollen Augen anschauen und dich mit Fragen nach Deutschland ausqetschen.
 
 








Auf geht's Deutschland, auf geht's!

6 more days und dann werden die Vuvuzelas nicht mehr aufgehört zu blasen!
Bin life dabei und werde fleissig berichten!
BAFANA BAFANA ... Welome to the Country of Smile ★*•٠
 
 

Mittwoch, 21. April 2010

Afrika die Zweite: Back to black!


„Du bist nicht wie ich,

doch das ändert nicht,
dass du bei mir bist
und ich zuseh wie du schläfst.

Du bist noch längst nicht wach,
ich wars die ganze Nacht
und hab mich still gefragt,
was du tust, wenn ich jetzt geh.

Und dann verlass ich deine Stadt.
Ich seh zurück und fühl mich schwer,
weil grade angefangen hat,
was du nicht willst und ich zu sehr.
Ich bin der Regen und du bist das Meer

Ich hab gedacht, ich kann es schaffen,
es zu lassen,
doch es geht nicht.

Hab's 'n bisschen übertrieben,
dich zu lieben,
doch es geht nicht.

Nichts unversucht gelassen,
dich zu hassen,
doch es geht nicht.
Es geht nicht.“

… klingt aus meinen Ipod und wieder mal renne ich meine Seaside Promenade entlang, diesmal im Nieselregen, der vermischt mit der salzigen Seeluft auf meiner Haut kleben bleibt. Ein unglaublich befreiendes Gefühl, ja ich bin wieder ZURÜCK in meinem geliebten CAPE TOWN. Es schiessen mir tausend Gedanken durch den Kopf – es wird Zeit Euch mal wieder mit Lesestoff zu versorgen!

Mittlerweile sitze ich frisch geduscht, mit einem leckeren Cafe Latte von Giovanni, eingekuschelt in meiner neu erstandene King Size Decke (keine Ahnung wer sowas erfunden hat, muss aber sagen einfach nur GENIAL!) und tipp meine Lapi heiß.

Es ist viel ist passiert in den letzten 3 Monaten, let's jump back!

14. Februar: Der Tag der Liebenden. Leider nicht für mich, da ich früh morgens den Anruf bekommen habe, mein Dad liegt auf der Intensivstation und es sieht nicht gut aus. Herzstillstand und 12-15 Minuten ohne Sauerstoff...Gehirntot? Ein Schock! Sofort buche ich einen Flug und sitze schon am nächsten Tag mit Flip Flops und nur einem Handgepäck im Flieger nach München. Dort erwarten mich Kälte, Schnee und ein sehr mitgenommener Bruder. Wir fahren sofort nach Memmingen und wie ein Wunder ist mein Dad vom Koma erwacht. Nach langem Bangen und unzähligen Besuchen auf der Intensiv (wie ich Krankenhäuser doch hasse, der Geruch, dieses bedrückende Gefühl, aber wenigstens sehr nettem Personal: DANKE nochmal an Hannes, die geduldigen Schwestern und Pfleger!) ist mein Dad mittlerweile in Reha und es geht im erstaunlich gut. Aus meinen geplanten zwei Wochen Heimataufenthalt wurden zwei Monate, eine Zeit, die unsere Famile unglaublich zusammengeschweist hat. Hätte mir jemand noch vor nem halben Jahr gesagt, ich müsse wieder zu Hause einziehen, jeden Tag kochen und dann noch mit meiner Mutter ein Ehebett teilen, ich glaube ich hätte jedem den Vogel gezeigt. „ Mom ich muss sagen wir haben das super gemeistert und manchmal vermisse ich dich hier neben mir im Bettchen!“ Der Grund für meinen „Urlaub“ zu Hause war nicht der Schönste, aber die Zeit umso intensiver. Stuttgart, Köln, Berlin, Bodensee, München – all meine Lieben zu sehen und zu wissen man ist in der Welt aber NIE aus der Welt. Eine unvergessliche Zeit liegt hinter mir, mit leckerem Frühstück, Raclette Essen, Sushi Abend, Clubbing Sonntag mittags um 12, Mondscheinbier, Sekt auf dem Hausdach, Skifahren mit meinen Kids, gemütlichem Abend in München, Warangaschorle, Bier am Palast, Kulinari in die Schweiz und vielen Momenten mehr.                                                                 
 I must say: ♥ ♥ ♥ I mog Deitschland and meine Fränds and Fämili sind die Beschte ♥ ♥ ♥

Und der nächste „Urlaub“ ist auch schon gebucht – Africa goes Snow 2010/2011. Ich freu mich jetzt schon auf Weihnachtsmarkt, Glühwein, Plätzchen backen und eine Woche Skispass mit meinen Lieben.

5. April 2010: Mit gemischten Gefühlen steige ich wieder in den Flieger Richtung meiner Wahlheimat Südafrika. Was wird mich dort nun erwarten? Zwei Monate habe ich mein neu und frisch aufgebautes Leben auf Stopp gedrückt; Angst habe ich nicht, nein eher ein Kribbeln im Bauch, Aufregung, Freude und die Sehnsucht nach Cape Town.

6. April 2010: Ankuft Kapstadt. Und wieder einmal ohne Rückflugticket und Übergepäck en masse. „Nein nicht die dicke grimmige Lady am Immigrationschaltern, nein bitte nicht“ bete ich, und ja genau DER werde ich zugewiesen. Auf in den Kampf, let's face it! „Good afternoon Miss, how are you?“ nett sein hilft immer und ein Lächeln vielleicht auch ??!! Nein, nicht bei DER. „So you arrre coming frrrrom Gerrrmany and wherrre do you go next?“ ach wie sehr habe ich dieses rollende rrr vermisst, es klingt wie Butter in meinen Ohren und ich muss an meine black sugar family denken die ich bald oder vielleicht auch nicht wieder sehen werde. FAMILY! Ja das ist es! Ich weiss ja hier ist Family das Oberste und los geht’s „So how was your Easter Weekend, did you go camping with your family?“ ich schaue sie vorsichtig an, diesmal mit einem nicht so ganz sicherem Lächeln ... geschockt und erstaunt schaut SIE mich an … „Ahhhwww it was grrreat sissi, we went to some hot sprrrings, you must go therrre while you arrre herrre!“ ihre Augen strahlen mich an und der Rückflug war vergessen. Well done Ve!

Nun raus und dort warten auch schon Nina, Jemaine und ein kühles Hunters Dry auf mich...ach I am back home and it feels good! Erstmal Sushi all you can eat, das musste sein und dann heim zu meinen Sydney Street Eleven Mädels. Ein großes „Welcome Back“ Schild lacht mich an, viele Umarmungen, 1000 Worte, Blicke und so endet der erste Abend zurück auf unserer Sternenterasse.

20. April 2010: Das schreiben wir heute. Nun bin ich genau seit 2 Wochen wieder da, es hat sich so manches verändert, aber vielleicht auch ich ein bisschen. Ich merke die zwei Monate Dtld haben mich ein bisschen aus meiner rosaroten Welt geholt, ein bisschen nachdenklicher, der Realität ein weinig Näher, aber mit umso mehr Energie mein Leben hier wieder in Angriff zu nehmen! So let's get that thing started: Ich habe meinen Job wieder und bin schon fleissig am Unterrichten (Thanks to Wendy!), bin dabei ein Austauschprojekt mit alten Schülern von mir zu organisieren (BIL-Jungs, ich freu mich auf Euch!), war im Stadion (wow, wow, wow), hab nen hammer Job bei der FIFA mit Nina an Land gezogen, natürlich schon ausgiebig gebraait mit meiner Brown Sugar , sowie Sydney Family und mich wieder getraut den Pinsel in die Hand zu nehmen. Veränderungen können machmal zu kreativen Hochpunkten führen. Danke nochmal an Nina und Alex, die mir bei meiner Malaktion das Leben gerettet haben, da ich Schussel komplett mit Lackfarbe voll war und mich schon im Krankenhaus liegen sah. Kleiner Tipp für Euch: Salz, Olivenöl und Spülmittel und ihr seit befreit!

Nun wartet AFRICA BURNS auf mich, ein Künstlerfestival mitten in der Karoo Wüste. Ich bin gespannt und werde Euch natürlich bald mit einem neuen Kapital „VE goes Africa“ versorgen.

Zum Abschluss noch einen schönen Spruch der mir über den Weg lief:

★* HOME is not where you are born – it is where you are HAPPY ★*

Mom & Dad & Phili : I ♥ you!



Kulinarische Reise in die Schweiz: Miss my old crew!

Meine BIL- Schule Family

Ab nach Kölle: Mädels Weekend!
Und weiter geht die Reise: Berlin here I am!



Ein mega Berliner: Yummi!

Skifahrn mit den Kids und meinen BIL-Kollegas


Schneehaserl Alex :-)


Weekend in the snow
♥ BACK TO CAPE TOWN ♥

My littl sis and roomi: Anna-girl
Lekka Sushi ... I missed it!

My Roomates: Anna (Switzerland), Feno (Korea), Emsi (Zimbabwe) and Me
 ★*WE ARE SYDNEY STREET 11  ★*
Nina & Bas gehören auch zum Sydney Street 11 Inventar!

VE goes ART ★*

VE goes Football ★*

BAFANA BAFANA I want you to win!!!


 ★*   Word Cup 2010 here WE come!  ★*